Sonntag, 15. Mai 2016

Oha, diese opake Hose eignet sich prima für Outdoor-Aktivitäten. Oder wie ich mich in die Mai-Ausgabe von 12 letters of handmade fashion reinschummel...

Okay, ich geb zu, dass ich die Hose genäht hatte, bevor der Mai-Buchstabe bekannt gegeben wurde. Weder Schnitt, Stoff oder Kleidungsstück selber haben auch nur im entferntesten etwas mit "O" zu tun. Aber ich habe den ORDENTLICHSTEN Hosenreißverschluss ever eingenäht. Und damit qulifiziere ich mich also doch noch für die Mai-Ausgabe von 12 letters of handmade fashion die diesen Monat von Koko präsentiert wird.
Um einen stärkern O-Bezug zu haben hab ich Fotos ohne Schuhe gemacht. Nee, Scherz. Meine perfekten Schuhe hab ich irgendwo beim vielen Herumfahren zwischen unseren Familien verloren. Ein bisschen war ich traurig. Dann fiel mir ein, dass es auch noch richtige Probleme gibt und ich hab den Verlust verkraftet.
Dafür geb ich ein Maximum an Lässigkeit für die Fotos um das Fehlen der Schuhe wett zu machen. Aber eigentlich brauch ich gar nicht viel machen, denn die Hose erledigt ja alles für mich. Sie ist quasi Kleidung gewordene Lässigkeit. Ich liebe sie. Sie ist saubequem und ich fühl mich trotzdem schick angezogen mit ihr. Strike!
Der Schnitt ist aus der diesjährigen Februar-Ausgabe der Burda (111b) und ich war sofort Feuer und Flamme für den Schnitt. Gefallen haben mir die Bundfalten und die tiefergelegten Gürtelschlaufen...
... sowie die Abnäher hinten und die Paspeltaschen auf dem Po. Am Schnitt hab ich nur eine klitzekleine Veränderung vorgenommen. Ich habe die Beine nach unten schmaler werden lassen als im Originalschnitt.

WARNUNG! Wer sich vor Füßen ekelt, scrollt bitte schnell weiter!
Wichtig bei mir immer: Unendliche Bewegungsfreiheit! Und ich hab nicht mal Grasflecken in den mega-hellblauen Jeansstoff bekommen. Den wunderschönen Stoff hab ich übrigens aus dem Zick-Zack in Berlin Steglitz. An alle nähenden Berliner: Kennt ihr das Zick-Zack? Super Stoffladen. Ehrlich. Ich hab da bisher IMMER etwas passendes für meine Nähprohjekte gefunden und die Preise sind verglichen zu den anderen Stoffgeschäften die ich kenne (also Maybachufer zählt nicht, gell!?) echt günstig. Ende der Schleichwerbung.
Die Bluse hab ich übrigens second hand gekauft und das ist eeendlich mal eine gekaufte Bluse die tatsächlich passt. Wahnsinn! Ein Hoch auf Selbermachen und second hand!
In diesem Sinne schöne Pfingsten euch!








P.S.: Ich hab noch was von dem Jeansstoff übrig und möchte gern ein Cappy für meine kleine, süße Sina (sie ist zwei Jahre alt) draus nähen. Kann mir jemand einen guten Schnitt empfehlen? Bin noch nicht so im Mützen-Business involviert...

Mittwoch, 16. März 2016

A wie Augenjacke (12 letters of handmade fashion)

Ein sehr persönliches Bekenntnis zu Beginn: Ich würde gern viel häufiger mehr Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein ausstrahlen. 
Gerade bei Interaktion mit Fremden bin ich unsicher, in unerwarteten Konfrontationen häufig um Worte verlegen und schlagfertig bin ich ohnehin erst auf dem Nach-Hause-Weg. Manchmal fällt es mir unendlich schwer Blickkontakt im Gespräch aufrechtzuerhalten oder meiner Stimme einen festen, bestimmten Klang zu geben. 

Immerhin weiß ich ja aber über dieses Defizit Bescheid. Ich arbeite an mir. Das sage ich nicht nur so, sondern das tu ich wirklich.
Auf der Straße übe ich zum Beispiel ganz bewusst, den Blickkontakt zu Fremden auszuhalten, oder wenn ich mich unsicher fühle (also nachts allein in Berlin irgendwo am U-Bhf...) stell ich mir vor, ich werd von zwei riesengroßen, schwarzen Hunden begleitet. Dann verändert sich meine Körpersprache und mein Gang ganz automatisch. (Den Hunde-Trick hab ich aus dem Roman "Tigermilch" von Stefanie Velasco.)
Zudem habe ich auch festgestellt, dass ich mich in bestimmter Kleidung auch anders bewege als in anderer. Hab ich zum Beispiel meine Dr. Martens an, geht mir sofort das dazu passende Lied von den Kassierern durch den Kopf und keiner kann mir was. (Die Schuhe auf dem Foto sind allerdings von Esprit, aber die haben farblich gerade so gut gepasst.) 

Was hat das ganze Vorgeplänkel eigentlich mit dieser Jacke zu tun?
Eine Studie hat ergeben, dass sich Menschen eher den Regeln und sozialen Normen entsprechend verhalten, wenn sie sich beobachtet fühlen. Dazu reichte schon ein winziges Piktogramm eines Auges auf den anonymen Fragebögen. Das Ergebnis war jetzt vielleicht nicht wirklich überraschend aber immerhin die ausschlaggebende Inspiration zu dieser Jacke.
Dadurch entstand die Idee ein Kleidungsstück zu machen, dass mir ganz bewusst Selbstsicherheit verleiht. Zusätzlich zu dem Auge, welches mir quasi den Rücken schützt, hab ich extra festes Bügelvlies genommen und mich für eine hohe Kragenvariante entschieden. Außerdem hab ich diesmal kein husch-husch-ich-hab-keine-Zeit-das-Kleid-muss-bis-Ende-von-Sinas-Mittagsschlaf-fertig-sein-Stück genäht, sondern hab viele (also für mich viele, für andere ist so was Standart) Details mit eingearbeitet.
Die Jacke hat grüne Paspeln an den Saum- und Ärmelblenden, Leistentaschen, ...
... und ein wirklich schönes Futter aus Baumwollstoff. 
Fazit ist: Ich bin stolz auf diese Jacke und das verleiht mir wahrscheinlich die meiste Sicherheit. 

Details für Nähinteressierte zum Schluss
Schnitt: Mantel "Malu" von Schnittchen.
Änderungen am Schnitt: Keine sich überlappende Front. Ich wollte, dass man den Reißverschluss sieht.
Außenstoff: Wolle-Baumwollgemisch vom Maybachufer.
Futterstoff: Baumwollstoff aus dem Zick-Zack Berlin.
Paspel und Reißverschluss ebenfalls aus dem Zick-Zack Berlin.

Mit der Augenjacke mach ich bei 12 letters of handmade fashion mit.Die Challenge wird diesmal von Jenny moderiert und ich habe einen inneren Luftsprung gemacht, als sie das "A" gezogen hatte. Ich verfolge die Ergebnisse jedesmal ganz gespannt und freue mich riesig diesen Monat mitmischen zu dürfen. 

Und weil Mittwoch ist und die Hose ebenfalls selbergenäht, gibt es hier moch meinen Link zum Me-Made-Mittwoch. Jede Woche bin ich von der unglaublichen Schaffenskraft der Nähcommunity begeistert!






Mittwoch, 24. Februar 2016

Näh deinen Tapir!


Alles begann damit, dass ich in der Kita meiner Tochter ein Gläschen mit Lavendelsamen in die Hand gedrückt bekam mit der Bitte ein Lavendelsäckchen daraus zu nähen. Da ich jedoch unglaublich ungern A) Deko-Objekte und B) Dinge die nur aus Vierecken bestehen nähe, habe ich einen kleinen Tapir gemacht. Den fand ich dann selber so niedlich, dass ich gleich noch einen etwas größeren für Sina gemacht habe. Sie liebt ihn und nennt ihn Papich. Mit Papich schläft sie auch extragut. Klar, ist ja auch Lavendel drin.

Dankt Julia, die mir mehrmals in den Arsch getreten hat, dass auch ihr jetzt euren eigenen duftenden Tapir nähen könnt.

Download Tapirschnitt

Bitteschön! Den Körper könnt ihr aus einem schön kuscheligem Stoff machen aber die Ohren vom Tapir macht ihr am besten aus einem Stoff der nicht franst. Also aus Filz, Leder, Kunstleder, Snappap o.ä...

Kurzanleitung:

1. Tapirkörper 2x zuschneiden mit ca. 1cm Nahtzugabe! 2x Ohren zuschneiden ohne Nahtzugabe!
2. Auge mit Stickgarn aufsticken!
3. Ohr falten, zwischen Abnäher legen und Abnäher schließen!
4. Tapirkörperteile rechts auf rechts aufeinander legen! Mit Stecknadeln fixieren! Mit Steppstich schließen! Dabei etwa 5cm am Rücken zum Wenden und Befüllen auflassen!
5. Tapir wenden und mit Watte befüllen. Wer Lavendel mag, macht auch den noch dazu. Duftet herrlich!
6. Öffnung von Hand mit Matratzenstich schließen
7. Kuscheln und liebhaben!!! 


Habt viel Spaß beim Nähen und wenn ihr mögt, könnt ihr mir gern Bilder von euren fertigen Tapiren schicken und ich poste sie mal irgendwann hier.

 





P.S.: Kati und Julia haben bei einem unserer Treffen schon ein "Tapirbastelset" von mir in die Hände gedrückt bekommen und jeweils einen gemacht. Hier könnt ihr bereits Katis Version bewundern.

P.P.S.: Gerade hab ich mir noch Tapirbider bei Google Bilder angeschaut. Dabei hab ich Tapirbabies entdeckt. Cuteness overload! Ich schmeiß alles hin und eröffne eine Tapirzucht! 

Montag, 15. Februar 2016

Kursplan 1. Halbjahr 2016

Lange war es still hier. Dabei hatte ich über die freien Tage zum Jahresende hin sooo viele Pläne gemacht. To-do-Listen geschrieben, Skizzen für Nähprojekte gemacht, Blogposts geplant, Kurse im Geiste durchkonzipiert. Aber dann kam alles ganz anders. Auch gut.

Ein paar Sachen passieren aber trotzdem. Zum Beispiel gibt es neue Kurstermine. Ich erzähl euch einfach mal, was so ansteht:
Kursort: Das Kunstgewerbehaus (Teltower Damm 34, 14169 Berlin)
Die Kurse finden im ausgebauten Dachgeschoss des Kunstgewerbehaus' statt. In wirklich gemütlicher Atmosphäre findet sich dennoch genug Platz die Stoffe auszubreiten und die Maschinen aufzustellen.


Anfängernähkurs
Einstieg in das Nähen mit der Maschine. Genäht wird ein gefüttertes Täschchen mit Reißverschluss.
07., 14. und 21. März immer 19-21Uhr (insgesamt sechs Stunden)

Teenie-Nähkurs
Einstieg in das Nähen mit der Maschine. Genäht wird ein gefüttertes Turnbeutel-Rucksack. Auch als Eltern-Kind-Kurs buchbar.
04., 11. und 18. April immer 17:30-19:30Uhr (insgesamt sechs Stunden)

Anfängernähkurs
Einstieg in das Nähen mit der Maschine. Genäht wird ein gefüttertes Täschchen mit Reißverschluss.
25. April, 02. und 09. Mai immer 19-21Uhr (insgesamt sechs Stunden)

Nähen für's Baby
Nähkurs für werdende Eltern, Großeltern etc. Es stehen verschiedene Nähprojekte wie Mütze, Halstuch, Lätzchen und Pulli oder T-Shirt zur Auswahl.
06., 13. und 20. Juni immer 19-21Uhr (insgesamt sechs Stunden)

Tellerrock-Nähkurs
Fortgeschrittenenkurs. Anhand eurer persönlicher Maße wird ein individueller Schnitt erstellt und ein schöner Sommerrock genäht.
07., 14. und 21. Juni immer 19-21Uhr (insgesamt sechs Stunden)  

Anmeldungen und Fragen könnt ihr mir einfach per Mail an anne.pieser@gmail.com schicken.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Lovely Nikolaus Sweater Mini Sewalong (Teil 3)

Lustig, lustig, trallallallalaaaa: Der Lovely-Nikolaus-Sweater-Mini-Sewalong-Präsentationstag ist da! 
Es wird ein Post voll ehrlicher Selbstkritik. Einige Dinge sind nicht so geworden, wie in meinem Kopf geplant.
Beim Schnitt hab ich ein bischen experimentiert. Ich wollte, dass die Naht an der Stelle wo Vorderteil und Ärmel aufeinander treffen diesmal eine nach oben gehende Wölbung bekommt. Die ist letztendlich aber so hoch geworden, dass man gar nicht mehr erkennen kann, dass es vom Prinzip her immer noch ein Raglanschnitt ist. Nicht direkt dramatisch, aber eben nicht der gewünschte Effekt.
Weil der vordere Bereich also insgesamt etwas höher gerutscht ist als geplant befindet sich auch das aufgestickte Bäumchen gerade mal knapp unter meinem Schlüsselbein. Für meinen Geschmack hätte es ruhig fünf Zentimeter tiefer sitzen können. Hab mich aber auch daran schon gewöhnt.
Was ich aber wirklich gern mag, ist, wie die Stoffe zusammen wirken. Und auch die Pullilänge ist voll ok. Zum Pulli hab ich mir noch eine Leggings aus samtigem Nickistoff genäht. Insgesamt sieht das Ensemble jetzt zwar ein wenig nach Hippie-Schlafanzug aus, ist dafür aber auch entsprechend kuschelig und bequem.
Hier noch ein verwackeltes Bild, aufgenommen an einem diesigen, trüben Tag. Aber ich wollte euch nicht vorenthalten, wie hoch man in diesem Outfit hüpfen kann.
Trotz anfänglichem Genörgels, hab ich den Pulli bereits in mein Herz geschlossen. Doch, ja. Es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass ich ihn in Zukunft eher mit einer Jeans kombinieren werde, statt mit den Samtleggings. Irgendwie ist mir das dann doch zu viel des Ton in Tons.

Ich danke, Laura, Selmin und Ani für die Idee zu diesem winterlichem Sewalong. Ich hab den virtuellen Arschtritt gebraucht, um endlich aus den Puschen zu kommen und den Pulli zu nähen, der mir eh schon seit Wochen durch den Kopf gegeistert ist.

Ich bin über alle Maßen neugierig auf eure fertigen Projekte!



Sonntag, 29. November 2015

Lovely Nikolaus Sweater Mini Sewalong (Teil 2)

Zwischenstand. Ok, eigentlich bin ich schon fertig. Ich hab mich extra beeilt, weil wir dieses Wochenende ja noch Fotos machen müssen, damit ich euch dann nächste Woche das Ergebnis präsentieren kann. In der Woche bleibt dafür während der spärlichen Sonnenstunden ja leider gar keine Zeit.

Dafür zeig ich heute einige Fotos vom Schaffensprozess:
Ich habe den Schnitt aufgezeichnet. Das mach ich bei elastischen Stoffen übrigens nicht mit Schneider- sondern mit Pastellkreide. Die ist leichter im Abrieb.
Danach habe ich die Teile zugeschnitten. Dabei hab ich den Stoff für die Ärmel und das Rückenteil gleich doppellagig verarbeitet.
Und dann habe ich das Bäumchen gestickt. Lustiger Weise war mir in dem Moment der Motivauswahl gar nicht so bewusst, dass ich tatsächlich ein weihnachtliches Bild ausgesucht habe. Das ist mir erst klar geworden, als ich bei Ani gelesen habe, dass sie definitif kein kitschiges Weihnachtsmotiv wie einen Tannenbaum auf ihrem Pulli will. Nun denn... 

Dann hab ich natürlich noch genäht, aber dazu mehr nächste Woche.
Jetzt geh ich erst mal schauen, was die Schirmherrinen Laura, Selmin und Ani in der Woche geschafft haben.



Sonntag, 22. November 2015

Lovely Nikolaus Sweater Mini Sewalong (Teil 1)

Viele von euch werden es bereits irgendwo gelesen haben: Laura von tagträumerin, Ani von Kopfstücke und Selmin von Tweed & Greet veranstalten gerade ein kleines Pulli-Nähevent. Alle Informationen dazu könnt ihr auf ihren Blogs nachlesen. 

Das ganze ist als Stück in drei Akten gedacht und heute ist die Konzeptvorstellung geplant. Ich beginne zunächst mal mit den Stoffen. Et voila!
Grundstoff ist ein relativ dünner und locker gestrickter Sweatstoff, dessen Farbe auf dem Foto trotz Bearbeitung leider nicht so recht zur Geltung kommt. Er ist sehr hell und minzig.
Die Ärmel und das Rückteil will ich mit diesem extrem zugigen, dunkelgrünen Strickstoff doppeln.
Nebeneinander wirken die Stoffe ungefähr wie auf dem obigen Foto. 

Der Pulli soll von der Länge her über den Po gehen und ich will auch noch etwas kleines drauf sticken. Wahrscheinlich ein kleines Nadelbäumchen, so wie ich es schon mal hier gemacht habe.
Inspiration ist das mir fehlende Grün zur jetzigen Jahreszeit.

Jetzt husch ich gleich mal rüber zu den anderen Blogs und schaue mir deren Planung an. Ich bin auch gespannt, wie viele die Mädels mit ihrer tollen Idee anstecken können...